Treasures.
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Es ist anstrengend, sich dauernd selber zu widersprechen. Sich ständig selber zu sagen, dass gewisse Sachen ganz andere Gründe haben können. Zumal man es selbst nicht so recht glaubt, denn den Grund, weswegen etwas nicht oder gerade deswegen so ist, legt man schnell für sich fest. Da kann man zwar prima gedanklich Gegenreden, aber doch bleibt die Vermutung die Selbe. Bis sich das Gegenteil durch 'nen ganz blöden Zufall herausstellt. Vllt fällt es auch nicht blöd zu, sondern war schon immer so, nur man hat es wieder zu arg hinterfragt. ich hinterfrage alles. Stelle jeden noch so simplen Satz oder jede noch so einfache Tat in Frage. Das muss nicht schlimm sein. Schlimm ist es erst, wenn es Überhand nimmt. & manchmal hab ich sehr das Gefühl, dass es genau das tut. Was das betrifft bin ich kein sonderlich extrovertierter Mensch. Ich behalte das lieber für mich.  Meist ist ja auch niemand da, um das zu äußern. Manchmal ähnelt das sehr einer Gratwanderung. Macht man den Mund nicht auf, spielen die Gedanken weiter ihr kleines Theaterstück. Man kann aber auch zu viel nachfragen. & dann ist man, so man auf der Seite des Gegenübers steht, schnell genervt. Weil selbst die Dinge hinterfragt werden, die auf der Hand liegen. Nicht ein bisschen, sonst in ihrer fetten Pracht, mit Blinkpfeilen umzingelt. & das ist eine meiner größten Ängste. Andere damit zu nerven, dass mein Kopf Fasching feiert. Hätte ich ein dickeres Fell, könnte ich einfach sagen, dass die Menschen es nicht wert sind, wenn sie sich nicht dafür interessieren, dass & wieso ich so denke. Da ich aber eben weder ein dickes Fell noch sonderlich viel Selbstvertrauen habe, endet so was meist in einem Disaster. Weniger für Andere als für mich. Das was an Selbstvertrauen fehlt, ist nämlich an Gedächtnis da. & offensichtlich auch der Platz in selbigem, wo sich Gedanken & Sätze festbrennen können. Von wem sie gesagt wurden. In welcher Situation. Ich kann sogar noch haargenau sagen, wie es mir ging. Letztendlich ist es alles nur ein das Suchen nach weiteren Beweisen, dass ich dumm bin. Oder zumindest nicht so klug, wie ich es gern wäre. Das sie Recht hatten. Ein weiterer Beweis, dass ich nicht bin, wie ich bin. das ich mich selbst besser rede als ich bin. Ein weiteres Fragen, wer ich bin. Ob ich das bin, was ich denke, was ich bin oder das bin, was andere in mir sehen. & dann hab ich keine Ahnung mehr, wer oder was ich bin. & dann ist es einfach nur der Endbeweis, dass man wirklich dumm ist.
19.7.10 17:27
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Luke (20.7.10 02:38)
Nur weil man nicht weiß wer man ist, ist man noch lange nicht dumm...
Ich fürchte eher das das mit gehobener Intelligenz einhergeht weil man sich zu viel introspektiv betrachtet und zu genau jede Kleinigkeit wahr nimmt.
Wie du sagst, du weißt immer genau wie du dich gefühlt hast, wenn man sowas alles im Kopf behält bringt einem das ordentlich durcheinander

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